Meine erste Maurerarbeit

Bis jetzt habe ich mich nicht ans Mauern gewagt. Nachdem wir wochenlang hin und her dikutiert haben ob unser Balkon ein Holzgeländer, Stahlgeländer oder eine Mauer erhalten soll ist der Entscheid eindeutig zugunsten einer gemauerten Brüstung gefallen.

Die Vorteile dieser Bauart sind entscheidend: Sie rostet nicht und Termiten fressen sie nicht. Es gibt hier eigentlich keine auf Mass geschweisste Balkongeländer die verzinkt sind, daher rosten sie immer, früher oder später. In der Folge bilden sich auf der Fassade jeweils rostrote Spuren. Was die Termiten angeht ist folgendes: In den kommenden Monaten (so wie ich mich erinnere von 2019 wird es im März sein) werden während ein bis zwei Nächten Millionen von Flugameisen (Termiten) übers Land ziehen und sich neue Wohnungen suchen, sie dringen in jeden kleine Ritze und jeden kleinen Spalt ein. Letztes Jahr haben wir dieses Natuerereignis zu Ersten Mal beobachtet, es hat mich an einen Horrorfilm erinnert. Unser Schlafzimmer war voll von diesen Insekten und wir beschäftigten uns stundenlang mit dem Staubsauger um diese Viecher rasch zu entfernen.

Also nachfolgend meine ersten Maurerarbeiten:

Die Mauer besteht aus 5 Teilstücken zu je 70 dieser Steine sowie 10 «Deckplatten»
Damit sie nicht einfach runterfällt sind seitlich und unten pro Mauerabschnitt total 11 Armierungseisen mit Epoxidharz in die Betonpfosten «eingeklebt»
Hier ist die rohe Mauer bereits fertig
Die Malerei ist eine mühsame Geschichte, die Steine sind rauh und bis die 350 Löcher «gepinselt» sind gibt es einige Schweissperlen.
Das Resultat ist ein völlig ruinierter Pinsel
So, die Partybühne ist fertig. Sie ist 12 x 3,90m gross. Sogar die Stewi Halterung ist bereit für die Wäschetrocknung.
Hier noch in die andere Himmelsrichtung, das Totalgewicht ist über 2 Tonnen. Die Steine haben wir mit Hilfe einer Umlenkrolle hochgezogen.
Kategorien: Hausbau

4 Kommentare

Gabriel · 10. Februar 2020 um 21:28

Mein erster Gedanke war: Waas? Balkonbrüstung mauern? Wie schwer und klobig kommt denn das daher?
Dank deiner umfassenden Erklärung, warum die Eine oder Andere hierzulande übliche Lösung in Thailand halt doch nicht so Nachhaltig ist, sehe ich nun aber auch, dass gemauert gar nicht so schlecht ist.
Und dank den gelochten Steinen sieht das ja auch nicht so klobig aus wie man zuvor Erwartet hätte.
Das weiss gestrichene Endprodukt mit den Löchern sieht sogar sehr leicht und luftig aus.
Zum Glück hast du eine einheimische Frau an deiner Seite, sonst hätte der ausgewanderte Farang-Fritz womöglich noch ein schönes schweizer Alpen-Chalet aufgestellt, welches nach ein, zwei Termitensaisons dann wie ein Emmentaler aussehen würde… 😜

    Fritz Nyffenegger · 11. Februar 2020 um 13:45

    Hallo Gäbu,

    Von einem deutschen Freund (Ex Mitarbeiter beim letzten Arbeitgeber) habe ich von genau so einer Story gehört. Ein anderer Deutscher hat offenbar ein schönes Holzhaus erstellen lassen und vile Geld dafür ausgegeben, leider hat er nicht an den Termitenschutz gedacht. Das Haus ist unterdessen nicht mehr bewohnbar, da es baufällig wurde innert ein paar Jahren.
    Es gibt hier ein paar wenige Holzarten, die tatsächlich viel weniger anfällig sind. Das sind zum Bsp. Teak oder Mai-Deng, beides sehr harte Holzarten, jedoch vor allem Teak ist sehr teuer. Komisch finde ich, dass die paar Fichtenstücke, die im Container als Verpackungsmaterial mitgekommen sind den Termiten offensichtlich nicht schmecken. Das im Gegensatz zu anderen weichen Inland Holzarten wie beispielsweise Gummibaum. Diese werden unbehandelt innnert Kürze befallen.

Gabriel · 10. Februar 2020 um 21:34

Dann bin ich natürlich noch auf eure Thai-Küche auf dem Balkon gespannt, und was für leckere Gerichte ihr da so kochen werdet.
Ob du auch den Kochlöffel schwingst, und ob dann Bratwurst mit Rösti in Thailand auch gegessen wird? 😉
Über Garten und Umschwung wirds ja sicher auch noch was zu lesen geben sobald ihr im Haus soweit fertig seid.
Bin gespannt…

    Fritz Nyffenegger · 11. Februar 2020 um 13:52

    Also dass mit der Küche auf dem Balkon ist nicht ganz so vorgesehen. Die offene Thaiküche (wegen den Geruchsemissionen) wird auf der Veranda erstellt. Diese ist im Erdgeschoss und ist somit auch überdacht. Monetan haben wir dort nur eine provisorische Kochstelle. Dafür ist die Küche innen bereits fertig, diese wird vor allem abends benutzt wenn es bereits dunkel ist und die Mücken anschwirren.
    Als nächstes muss ich nun die Wichtigsten Arbeiten im Freien abschliessen, das sind vor allem die «Pergola» für die 4 Rebstöcke, sowie die Überdachung für die Wassertanks. Dies weil es nun nach und nach wärmer wird. (bereits bis zu 33 Grad) Im April werden das dann bis zu gut 40 Grad werden, da werde ich dann froh sein auf der Veranda im Schatten arbeiten zu können.

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