Ende der 1960er Jahre besuchte seine Majestät König Rama IX diese Region im Norden Thailands! Seine Mission war klar, er wollte den Menschen in diesen Regionen Möglichkeiten aufzeigen um deren Abhängigkeit von der Opium Produktion zu beenden.

Seine Idee war den Leuten Pflanzen anzubieten die ihnen ein vernünftiges Einkommen generieren würden ohne auf die Mohnpflanze setzen zu müssen. In seinem Gepäck brachte er unter anderem Kaffee und Macadamia Pflanzen mit, anderswo auch Teesorten.

Schon bald begannen die Bauern diese ihnen fremden Pflanzen anzubauen. Anfangs mit nicht allzu grossem Erfolg, doch mit den Jahren wusste man wie damit umzugehen ist, auch dank der Mithilfe von Experten die immer wieder Ratschläge erteilten.

Unterdessen ist die Qualität des Kaffees aus dieser Region auf Weltklasse Niveau gestiegen und hat bereits einige internationale Preise gewonnen. Zudem sind gewisse Marken mit Titeln ähnlich «AOC» geschützt worden.

Der Weg nach Doi Chang führt an wunderbar blühenden Bäumen vorbei
Unser erster Stop beginnt beim wohl bekanntesten aller Kaffeehersteller
Hier gibts sogar eine Ausbildung für die Bauern
Auch das Auge kommt nicht zu kurz
Bevor wir uns wieder dem Kaffee widmen gehts noch auf den höchsten Punkt. «Doi» heisst «Berg» auf thailändisch
Die ersten Kaffeepflanzen
voller Früchte. Die Ernte dauert einige Monate, es sind nicht alle gleichzeitig reif
Nach dem Pflücken müssen die Beeren umgehend gewaschen werden. Fremdkörper werden entfernt.
Die Schalen müssen weg
Und die Bohnen werden in diesen Tänken bis zu 96 Stunden fermentiert.
Nun werden sie getrocknet bis die Feuchte nur noch um die 10% beträgt. Im Hintergrund wird eine andere Variante getrocknet. Bei dieser bleibt die Schale an der Bohne und trocknet mit.
Nach der Trocknung reifen die Bohnen je nachdem wie der Geschmack sein muss bis zu sechs Monate. Erst dann werden sie noch geschält (eine dümme Haut klebt noch auf der Bohne) und dann geröstet
Naja, und am Ende der Geschichte bleibt uns noch der Genuss…….! Super Kaffee!

2 Kommentare

Gabriel · 6. Februar 2021 um 12:16

Salü Fritz
bereiten die Thais ihren Kaffee ähnlich zu wie die Europäer, oder gibt es da auch unterschiede?
Solche Unterschiede wie bei den Türken, die ihre Kaffeebohnen ganz fein mahlen und den Satz in der Tasse lassen sodass er nach dem trinken am Tassenboden «gelesen» werden kann? 😉

    Fritz Nyffenegger · 6. Februar 2021 um 13:26

    Also ich kann diese Frage nur entsprechend meinen Beobachtungen beantworten. Ich habe den subjektiven Eindruck, dass sich hier in Thailand in den letzten zehn oder mehr Jahren eine Kaffeetrinkerkultur entwickelt hat. Früher hat man eher Tee oder was anderes getrunken. Vielleicht ist das auch der Einfluss der Touristen und dann hier im Norden auch der Anbau des Kaffees selber. Mit dem Anbau muss man sich auch zwingend mit dem Markt in Übersee auseinandersetzen, sonst kauft man die Produkte dort nicht.
    Kaffeesatz am Boden der Tasse gibt es eingentlich nicht, nur wenn was mit dem Aufbrühen nicht stimmt. Wohl aus Kostengründen wird der Kaffee häufig mit Filter aufgebrüht, oder wenn man es sich leisten kann sogar mit einem Vollautomat. Aber dennoch gilt: Kaffee ist halt Geschmacksache!

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